Zeit und Worte

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Kennt ihr dieses Gefühl, wenn euch hunderte von Gedanken im Kopf rum schwirren und ihr nicht wisst wo ihr damit hin sollt?

Manchmal wünsche ich mir ein Gedanken-Regal, dann könnte ich mich einfach davor stellen, meinen Kopf aufmachen und die Gedanken nach und nach einräumen. Hört sich ein wenig merkwürdig an aber ihr wisst ja wie ich das meine…

Wo ich eigentlich drauf hinaus möchte, ist dass es mir im Moment genau so geht. In den letzten Wochen ist so viel passiert, tolle Events die ich nicht missen möchte.

Shows in einem Einkaufzentrum, wo ich wieder gemerkt habe, dass nicht alle Menschen mit „dicken“ Models umgehen können und dann im Gegenzug die „Plus Size Fashion Days“ wo ich doch spontan noch als Model dabei sein konnte. Die Zeit war einfach unglaublich und ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mitwirken darf und kann.

Leider ist es bei solchen Events nicht mit einem Tag getan. Anproben und Proben gehören auch dazu. Es sind oft mehrere Tage die man verplant ist. Ich möchte mich gar nicht darüber beschweren, da ich es ja alles freiwillig und mit viel Leidenschaft mache aber Zeit für das private Leben geht in so einer Zeit unter.

Seit grob 2 Jahren arbeite ich neben meinem eigentlich Beruf als Model. Ich liege noch oft im Bett und lasse mir so durch den Kopf gehen, was alles in dieser Zeit passiert ist. Was für Menschen ich kennen gelernt habe, was ich dazu gelernt habe, was ich lieber sein lassen sollte aber am wichtigsten. Ich habe gelernt besser mit mir umzugehen.

Ich kann in Stresssituationen besser handeln, habe gelernt das man nicht jedem netten Menschen über den Weg trauen kann und habe gemerkt, dass ich mich nicht verstellen kann.

Viele von euch denken sich jetzt bestimmt: „was ist den mit Roxana los? die ist doch sonst nicht so melancholisch drauf“ aber so was muss ja auch mal angesprochen werden und ich bin ja ein Mensch und keine Kleiderpuppe.

In nächster Zeit wird es wieder ruhiger bei mir und ich habe Zeit euch mit neuen Sachen zu erfreuen. Hier bei mir Zuhause liegt schon viel rum, was vor die Kamera möchte.

Mein Freund und ich waren heute in der Speicherstadt unterwegs und haben einfach mal ein paar Fotos geschossen. Ohne viel Make-Up, ohne Schmuck und schicke Klamotten. Einfach Ich. Einfach Roxana.

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Ich freue mich immer über Feedback von euch.

Bis ganz Bald!

Eure

Roxana

7 Comments

  1. petra says:

    Man muss sich auch einmal eine Auszeit nehmen und sich alles durch den Kopf gehen lassen. Du hast sehr viel Schönes erlebt und sehr viel erreicht. Ich bin sehr stolz auf dich. Du lässt dich nicht unterkriegen und das ist auch gut so. Mach weiter so 🙂 🙂

  2. Saskia says:

    Du bist so eine hübsche, junge Frau! Die Bilder sind mal wieder ein Traum 🙂 und du weißt, ein Bild von dir – ein Lächeln von mir! Zieh‘ dein Ding durch und lasse dich niemals unterkriegen, Küsschen :*

  3. Sabrin says:

    Das was du augenblicklich erleben darfst finde ich toll…solange du Spaß daran hast,mach es und genieße es ☺ vergiss darüber nur nicht,auf dich selbst zu hören und darauf zu achten, wie es dir geht dabei ☺

    1. do it Curvy says:

      Danke meine liebe Sabrin ❤

  4. ladyfromhamburg says:

    Ich freue mich, heute einmal hier im Blog ein paar deiner ureigensten, ganz persönlichen Betrachtungen und Gedanken zu lesen. Die durchaus das Modelthema mit beinhalten, jedoch mehr den Einfluss und die Auswirkungen deiner gut zwei Jahre in diesem Business.
    Es klingt zu einem sehr großen Teil positiv, aber den zeitweiligen Stress hört man ebenfalls.

    Roxi, ich habe dich als sehr bodenständigen und aufrechten jungen Menschen kennengelernt, betrachte dich als sehr aufmerksam, empathisch und zuverlässig.
    Mit einem Mal öffneten sich komplett neue Tore und in relativ kurzer Zeit bist du mit einem völlig anderen Metier und seinen Gestaltern, mit durchaus unterschiedlichen Akteuren dieser Szene, den diversen Mitstreitern und Kolleginnen zusammengekommen, bist bei vielen Anlässen von Zuschauern (unterschiedlich) wahrgenommen worden.
    Alles nebenher neben deinem normal weiterlaufenden „Restleben“ mit deinem eigentlichen Beruf, deinen vertrauten Freunden – vielleicht teilweise schon aus Kinderzeiten.
    Welch ein Unterschied! Und wie viel, was plötzlich auf einen einströmt!
    So schön, lehrreich und bestätigend das zeitweise sein mag, es kostet nicht unerheblich Zeit sowie einige Energie, und es ist innerlich ein Batzen, der irgendwo sortiert und verarbeitet werden will. Das siehst du völlig richtig.
    Wie praktisch, deine Idee mit dem Regal für Gedanken!
    Stell dir dieses Regal nur einfach nicht als separates Teil vor, zu dem zu erst hingehen musst und das vielleicht im Ernstfall gar nicht so schnell parat ist, sondern eher als immer verfügbares internes Kopfregal, das dir jederzeit zur Verfügung steht.
    Wenn es (im Notfall) pressiert, dir aber keine Chance zum richtigen Ordnen bleibt, hab einfach ein Aufnahmefach, in dem momentaner Ballast zwischenlagert. Der wird in Ruhe in kleinen Portionen später durchgegangen, nach und nach ausgemistet oder endgültig einsortiert. So kommt im Kopf und im Regal wieder etwas Ordnung herein.
    Ich bin fest überzeugt, dass du jemand bist, der merkt, wenn es zu viel wird. Achte nur darauf, dass dir deine positive Grundeinstellung nicht zu lange vorgaukelt, dass immer noch Kraft oder gar Muße da ist. Zieh immer rechtzeitig die Notbremse! Wenn das Kopfregal voll ist, ist spätestens dieser Zeitpunkt.

    PS
    Schöne Fotos von unterwegs! Ich hoffe, ihr hattet dabei entspannte Stunden!

    Liebe Grüße, weiterhin alles Gute (und sorry, dass es so lang wurde)
    Michèle

  5. Das Wusel says:

    Liebe Roxi,
    ich finde Deinen Beitrag ganz und gar nicht melancholisch. Es ist gut ab und an mal stehenzubleiben, durchzuatmen und die Dinge in Ruhe zu betrachten, denn wenn man das nicht tut wird man irgendwann nicht mehr dazu in der Lage sein und krank werden. Ich hab tatsächlich mal so eine Technik gelernt um das Gehirn aufzuräumen und zur Ruhe zu kommen. Und lustigerweise funktioniert das so wie Du es Dir vorstellst. Man geht in seinen inneren Voratsraum und dort packt man die Gedanken in kleine Marmeladengläser, schaut sie sich an und stellt sie ins Regal. Und dort kann man sie immer herausnehmen und anschauen um sich mit Ihnen zu beschäftigen.
    Ich bewundere Dich für Deine Power. Wie Du Beruf und Modeln und Privatleben unter einen Hut bekommst. Ich kann mir vorstellen das das alles nicht einfach ist. Trotzdem strahlst Du nach außen hin so eine Kraft und Jugendlichkeit und Unbedarftheit aus. Dieses Business ist von dem was ich nur so als Blogger am Rande mitbekomme teilweise recht oberflächlich und ja, nicht jeder der nett wirkt ist auch zu einem selbst nett. Ich hab auch einige Zeit gebraucht das zu verstehen und damit klar zu kommen. Darum kann man dankbar sein für all die „echten“ Menschen die man im Leben hat!
    LG Nadine (das Wusel)

  6. Andrea Schmidt says:

    Hi, mir gefällt der Rock und die Schuhe, verrätst Du, welche Marken das sind? Gruß von Andrea

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